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Pumpengruppen

Pumpengruppen für Ihre Heizung

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Was ist eine Pumpengruppe? 

Die Pumpengruppe zählt zu den wichtigsten Komponenten innerhalb eines Heizungssystems überhaupt. Fällt sie aus, führt das zu durchaus großen Problemen. Das Bauteil ist auch unter den Bezeichnungen „Anschlussgarnitur“ oder „Heizkreisset“ bekannt. Die Pumpengruppe ist so etwas wie das Hirn der Heizung. Sie übernimmt die Verbindung zwischen dem jeweiligen Wärmeerzeuger und den einzelnen Heizkreisen, ist also für die „Auslieferung“ der erzeugten Wärmeenergie verantwortlich. 

Wie der Name bereits vermuten lässt, vereint die Pumpengruppe dabei mehrere Komponenten mit unterschiedlichen Funktionen in einem einzigen Gehäuse. Das ist nicht nur platzsparend, sondern erleichtert die Montage deutlich. Statt vieler verschiedener Arbeitsschritte reicht im Normalfall ein einziger aus. 

Gibt es unterschiedliche Arten von Pumpengruppen? 

Je nach den zu verbindenden Komponenten verändert sich das Setup der Pumpengruppe ein wenig. Entsprechend existiert eine breite Vielfalt an unterschiedlichen Varianten. Die zwei grundlegenden sind Pumpengruppen für ungemischte Heizungssysteme und für gemischte Heizungssysteme

  • Gemischtes Heizungssystem: Verfügt über einen integrierten Mischer. Dieser hat die Aufgabe, das Heizungswasser so zu temperieren, dass der aktuelle Wärmebedarf erfüllt wird. Dazu entnimmt das Bauteil dem Heizkessel die entsprechende Menge an Warmwasser, vermischt dieses mit abgekühltem Wasser aus dem Rücklauf und leitet das so entstandene Ergebnis als Vorlauf in den Heizungskreislauf ein. 
  • Ungemischtes Heizungssystem: In diesem Aufbau fehlt der Mischer. Das Wasser wird mit dieser Temperatur in den Heizkreis geschickt, mit dem aus dem Wärmeerzeuger kommt.  

Wirklich trennscharf ist die Unterscheidung in der Praxis übrigens nicht. Moderne Heizungssysteme (z. B. Niedertemperatur- oder Brennwertkessel) benötigen grundsätzlich keinen Mischer. ABER: Sind die erwähnten Kessel Teil eines Heizungssystems mit Heizkörpern und Flächenheizung oder eines Systems mit eingebundenem Pufferspeicher, ist ein Mischer sehr wohl vonnöten. 

Aus welchen Komponenten besteht eine Pumpengruppe? 

Die Pumpengruppe vereint spezifische einzelne Komponenten zu einer sogenannten „Baugruppe“ oder auch „Montagegruppe“. Das heißt im Grunde nichts anderes, als dass die zur Pumpengruppe gehörenden Bauteile – sowohl funktional als auch aufbautechnisch – als ein einziges Bauteil gelten. In der Praxis verstecken sich dahinter natürliche mehrere Komponenten. 

Die Baugruppe selbst ist dabei immer auf einer starren Boden- bzw. Trägerplatte montiert. Das erleichtert die Befestigung in allen erdenklichen baulichen Situationen. Die Platte selbst gibt dabei nicht nur Halt, sondern liefert gleichzeitig noch (Rohr-)Verbindungen zwischen den einzelnen Gruppenkomponenten. Bei all den unterschiedlichen Variationen setzt sich eine Pumpengruppe üblicherweise aus folgenden Komponenten zusammen. 

  • Umwälzpumpe: Das „Herz“ der gesamten Gruppe, ist es doch dafür zuständig, das erwärmte Wasser auf seine Reise durch das Heizungssystem zu schicken – also durch die Leitungen zu pumpen. Wer mit dem verbauten Modell nicht glücklich ist, kann diesen Bauteil in den allermeisten Fällen auch nachträglich austauschen, ohne die Isolation nachbearbeiten zu müssen. 
  • Schwerkraftbremse: Wird auch Rückschlagklappe oder Rückflussverhinderer genannt – was die Aufgabe der Schwerkraftbremse eigentlich schon recht gut beschreibt. Sie soll die unerwünschte schwerkraftbedingte Zirkulation des Wassers in Heizungssystemen und somit Wärmeverluste verhindern. Das schafft sie, indem sie durch ihr eigenes Gewicht nach unten klappt und den Querschnitt des Rohres zu 100 % abdeckt. Möglich ist dies allerdings nur, wenn die Strömungsgeschwindigkeit des Heizungswassers niedrig genug ist. Also dann, wenn eigentlich gar nicht geheizt werden soll. Versetzt die Umwälzpumpe das Wasser wieder in Bewegung, drückt dieses die Schwerkraftbremse nach oben, der Durchfluss ist wieder frei. 

Rückschlagklappe vs. Rückschlagventil 

Eine Schwerkraftbremse bzw. eine Rückschlagklappe sollte nicht mit einem Rückschlagventil verwechselt werden. Beide Bauteile beeinträchtigen zwar den Durchfluss in einem Rohr, allerdings liefert nur das Ventil einen 100%igen Stopp. Hier wirkt eine Feder der Strömungsrichtung entgegen. Startet die Umwälzpumpe, wird der Wasserdruck zu groß für diese Feder, das Ventil öffnet sich und das Heizungswasser kann ungehindert fließen. Rückschlagventile findet man besonders häufig auch in Trinkwasseranlagen. 

  • Kombihähne: Dienen zur Regelung des Vorlaufs und des Rücklaufs. Der Hahn für den kühleren Rücklaufstrang ist dabei in der Regel blau gefärbt, jener für den heißeren Vorlauf rot. Kombihähne verfügen meist über ein in das Handrad eingebautes Thermometer mit einem Anzeigenbereich von 0 bis 120 °C. 
  • Systemanschlüsse: Ein Anschluss ermöglicht die Kopplung an den Heizkreis, der andere jener an den Kesselvor- bzw. Kesselrücklauf. Die Systemanschlüsse sollten dabei stets einen gewissen Qualitätsstandard erfüllen. Für innen gilt die Kategorie „G1“ als Standard, für außen „G11/2“. Üblicherweise sind die passenden Anschlüsse in der Pumpengruppe bereits integriert. 

Sollten Sie gerade auf der Suche nach einer neuen Pumpengruppe für Ihre Heizung sein und nach Lektüre der letzten Zeilen/Punkte das Gefühl haben, auf verlorenem Posten zu stehen, können wir Sie an dieser Stelle beruhigen: Sie müssen diese Bauteile nicht selbsttätig suchen. Das ist dank der praktischen Pumpengruppen nicht nötig. Sie bekommen hier alle relevanten Komponenten, einsatzfertig vereint und perfekt aufeinander abgestimmt, gesammelt in einem einzigen Gerät. 

Sonderfall: Pumpengruppe & Solarthermie 

Wer zur Wärmeerzeugung (auch) auf eine Solarthermieanlage setzt, benötigt tatsächlich ein spezielles Pumpengruppenmodell. Das Bauteil funktioniert in diesem Fall als Verbindung zwischen dem Solarthermie-Kollektor und dem Speicher. Seine Aufgabe ist es, die Wärmeträgerflüssigkeit im Gesamtsystem umzuwälzen. (Üblicherweise handelt es sich bei dieser Flüssigkeit um eine Mixtur aus Wasser und dem Frostschutzmittel Glykol.) Neben der Umwälzpumpe und den Kombihähnen mit Schwerkraftbremse und Thermometer finden sich zwei spezifische Bauteile im Setup: 

  • Durchflussmesser mit Kugelhahn: Befüll- und Spüleinrichtung sowie der Systemeinschluss sind bereits integriert. 
  • Sicherheitsgruppe mit Anschluss für Ausdehnungsgefäß 

Pumpengruppe: Wo wird sie am besten montiert? 

Je näher die Pumpengruppe am Wärmeerzeuger montiert wird, desto besser. Dadurch lassen sich nämlich die Wärmeverluste so minimal wie möglich halten. Üblicherweise erfolgt die Befestigung klassischerweise an einer Wand. Die Trägerplatte verfügt über entsprechende Aussparungen, die eine einfache Montage ermöglichen. 

Wie viel kostet eine Pumpengruppe? 

Die zu erwartenden Kosten einer Pumpengruppe hängen hauptsächlich vom Umfang der eingebauten Komponenten ab. Je mehr Bauteile sich innerhalb des Gehäuses finden, desto tiefer werden Sie in die Tasche greifen müssen. Die Preisspanne ist dabei durchaus groß. Während günstige Basisbauteile bereits ab etwas mehr als 100 Euro zu haben sind, kosten Modelle mit mehr „Gruppenmitgliedern“ schon einmal um die 500 Euro.  

Pumpengruppen kaufen: Fazit 

Die Pumpengruppe ist ein wichtiger und dabei ungemein praktischer Bauteil. Sie stellt die Verbindung zwischen Wärmeerzeuger und Heizungssystem dar. Allerdings erledigt sie noch viele weitere Aufgaben. Oder genauer gesagt: Die in der Pumpengruppe verbauten Komponenten übernehmen diese Aufgaben. Die Umwälzpumpe schickt das Warmwasser auf die Reise durch die jeweiligen Heizkreise, hin zu den Heizkörpern bzw. Flächenheizungen und wieder retour. Die Schwerkraftbremse verhindert einen Wärmeverlust. Mit den praktischen Kombihähnen lassen sich Vor- und Rücklauf ganz einfach regulieren.  

Die Pumpengruppe bringt dabei den Großteil mit sich, dass alle wichtigen Funktionskomponenten bereits vorinstalliert und perfekt aufeinander abgestimmt sind. Das erspart Ihnen als Kunden nicht nur eine lange und mitunter komplizierte Suche nach den passenden Teilen, sondern macht auch die Montage deutlich einfacher. Was die Kosten angeht, müssen Sie mit Ausgaben zwischen 100 und 500 Euro rechnen – je nach Differenziertheit des gewählten Modells.

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