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Förderschnecken

Zubehör Pellet-Förderschnecken: Ascheaustragung & mehr

Förderschnecken funktionieren nach einem vor über 2.000 Jahren entdeckten Prinzip – und das tun sie auch heute noch mit beeindruckender Zuverlässigkeit. Im Bereich der Heizungssysteme kommen sie dort zum Einsatz, wo es um die selbstständige Beförderung von stückigem Schüttgut zum Heizkessel geht – Zum Beispiel in Hackschnitzel- oder Pelletheizungen.

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> Was macht eine Förderschnecke?
> Wie funktioniert eine Förderschnecke?
> Welche Arten von Förderschnecken gibt es?
> Welche Komponenten gehören zu einer Förderschnecke?
> Welche Vorteile bringt eine Förderschnecke mit?

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Was macht eine Förderschnecke? 

Eine Förderschnecke ist überall dort anzutreffen, wo diverse Schüttgüter schnell und sicher von A nach B transportiert werden müssen. Als Schüttgut wird dabei loses Gut bezeichnet, welches in nicht verpackter Form einfach in Laderäume bzw. Speicher geschüttet wird. Dazu zählen unter anderem Pellets und Hackschnitzel – und genau deshalb sind die Komponenten für eine bestimmte Gruppe an Heizungsbesitzern auch so wichtig.  

Die Förderschnecke transportiert den Brennstoff selbstständig vom Speicher in die Brennkammer und kann dabei sogar Höhenunterschiede überwinden, solang diese in einem überschaubaren Ausmaß auftreten. 

Förderschnecke oder Schneckenförderer: Gibt es einen Unterschied? 

Die beiden Wörter klingen nicht nur sehr ähnlich, tatsächlich bezeichnen sie auch ein und dieselbe Sache. In der Praxis gibt es keinen Unterschied zwischen einer Förderschnecke und einem Schneckenförderer. Sollten Sie im Zuge Ihrer Recherchen also auf diese Bezeichnungen stoßen, lassen Sie sich davon nicht verwirren oder aus der Ruhe bringen. Förderschnecke = Schneckenförderer

Wie funktioniert eine Förderschnecke? 

Eine Förderschnecke funktioniert dank des Prinzips der „archimedischen Schraube“. Um also die Physik hinter einer Förderschnecke zu verstehen, müssen wir an dieser Stelle einen näheren Blick auf die archimedische Schraube werfen. 

Die archimedische Schraube ist im Grunde eine Förderanlage, bestehend aus einer Wendel in einem schräg ansteigenden Rohr und jeweils einem Behältnis an beiden Enden. Immer wieder hört man auch den Begriff „Schneckenpumpe“. Allerdings handelt es sich bei diesem Bauteil definitiv um keine Pumpe. Gewohnt trocken-beschreibend klingt die Definition laut DIN 1184: Gleichdruckhebewerk. 

So funktioniert die archimedische Schraube:

  • Durch die drehbare Wendel (oder Schnecke) im Inneren des Rohres bilden sich Kammern, die nach oben und unten jeweils durch einen Blattabschnitt der Schnecke/Spirale abgegrenzt sind. 
  • Wird nun die Schnecke in Rotation versetzt, „bewegen“ sich diese Kammern quasi in Richtung des Schneckenendes. 
  • Würde sich das Transportgut dabei mit der Spirale mitdrehen, würde es sich nicht weiterbewegen und immer an derselben Stelle verharren. Dass das nicht passiert, liegt an der Schwerkraft und an der Reibung des zu transportierenden Materials an den Rohrwänden
  • Dank der beiden physikalischen Phänomene können die unterschiedlichsten Stoffe nach oben transportiert werden. 
  • Solange Schüttgut vorhanden ist und die Spirale sich dreht, nimmt diese automatisch neues Material auf. 

Wichtig ist, dass ein bestimmter Füllstand nicht überschritten wird. Ist das Rohr nämlich zu voll, kann das zu transportierende Gut keine Reibung an den Innenwänden aufbauen und sich lediglich quer zur Schneckenachse bewegen. Die Wendel würde sich praktisch durchdrehen, ohne für den gewünschten Effekt zu sorgen. 

Üblicherweise verlaufen Schneckenförderer schräg von unten nach oben. Tatsächlich existieren aber auch Modelle, die für einen Transport senkrecht nach oben ausgelegt sind. Um die notwendige Reibung des Schüttguts an den Innenwänden zu erreichen, wird hier zusätzlich mit Fliehkraft gearbeitet. Entsprechend hoch müssen die Drehzahlen sein. 

Übrigens: Wer mit Förderschnecken übermäßig große Höhenunterschiede überwinden möchte, der kann dies natürlich machen. Allerdings werden dafür Zwischenlager benötigt, die jeweils mit einer Schnecke verbunden sind. 

Förderschnecke: Integration anderer Arbeitsschritte ist möglich 

Wie wir wissen, sind Schneckenförderer grundsätzlich dafür da, Material von einem Ort zu einem anderen zu transportieren. In der Praxis ist es aber auch möglich, weitere Arbeitsschritte zu integrieren – dazu zählen zum Beispiel Entwässern, Komprimieren oder ganz einfach nur Mischen. Selbst eine Trocknung, eine Erwärmung oder eine Kühlung während des Transports liegt absolut im Bereich des Möglichen. 

Welche Arten von Förderschnecken gibt es? 

Tatsächlich existieren unterschiedliche Arten von Förderschnecken, die im Grunde alle dieselben Aufgaben erfüllen, allerdings für jeweils andere Situationen besser geeignet sind:

  • Trogförderschnecke: Vorgesehen für den geschlossenen Transport beliebiger (geeigneter) Fördergüter. Dient zur Überbrückung der Strecke zwischen Aufgabe- und Abwurfstelle und wird daneben auch zum Austragen eines Gutes aus einem Lagerraum genutzt. Die Trogförderschnecke kommt außerdem speziell im Bereich der Holzfeuerungsanlagen zum Einsatz. Genauer gesagt als Dosierförderer für automatisch betriebe Anlagen. Trogförderschnecken heißen deshalb so, weil sich die Schnecke selbst in einem gekanteten Blechtrog befindet. 
  • Rohrförderschnecke: Diese Variante der Förderschnecke treffen wir besonders häufig als schräge Verbindung bei Pelletheizungen an. Die Spirale selbst befindet sich, wie der Name schon vermuten lässt, in einem Rohr. Dieses ist (meist) vollständig geschlossen und weist – logischerweise – einen runden Querschnitt auf. Das unterscheidet diese Variante von der Trogförderschnecke. Rohrförderschnecken weisen lediglich einen minimalen Verlust beim Fördergut auf und sind deshalb besonders gut für die Steilförderung geeignet. 
  • Senkrechter Schneckenförderer: Kommt besonders dort zum Einsatz, wo wir es mit höher liegenden Räumen oder Kleinsilos zu tun haben. Die Geräte können dabei in der Regel einen Höhenunterschied von bis zu 8 Metern überwinden. Was die Materialaufnahme angeht, haben wir es hier ausnahmslos mit dem typischen selbstständigen Nachfließen des Förderguts in einen immer offenen Einfülltrog zu tun. 
  • Eintragschnecke: Wird für die Einbringung von Biomasse-Hackgut in Kellerräume genutzt. Besteht üblicherweise aus einer langen Schnecke und einem kurzen Fördertrog. 
  • Variable Eintragschnecke: Eine weitere Variante für den Transport von Biomasse (Hackschnitzel) in höher liegende Räume oder Kleinsilos. Die Anlage überwindet dabei Höhenunterschiede von bis zu 10 Metern. Was die Materialaufnahme angeht, haben wir es auch hier mit einem selbstständig nachfließenden Fördergut in den offenen Einfülltrog zu tun. 

Welche Komponenten gehören zu einer Förderschnecke? 

Abgesehen von den jeweiligen Spezifikationen unterscheiden sich die verschiedenen Schneckenförderer-Modelle in ihrem grundlegenden Aufbau nicht wirklich. Üblicherweise finden sich folgende Komponenten in dem Bauteil: 

  • Schneckentrog: Wie wir bei den unterschiedlichen Arten von Förderschnecken schon gezeigt haben, haben Sie hier die Auswahl zwischen einem u-förmigen oder einem kreisförmigen Fördertrog. Dieses Bauteil nimmt die Schnecke zur Gänze auf und verhindert, dass das Fördergut zur Seite hin oder nach unten austreten kann. Tröge und Rohre gibt es sowohl als komplett geschlossene Variante als auch oben offen. 
  • Förderschnecke: Besteht aus einer Schneckenwelle im Zentrum, auf der das Schneckengewinde befestig ist. Die Welle wird üblicherweise als Hohlwelle konstruiert, weil so deutliche Vorteile in Sachen Gewicht entstehen. Das Gewinde gibt es als  
    • Vollblattvariante (fortlaufendes Gewinde oder miteinander verbundene Elemente) oder als… 
    • Paddelschnecke (keine Verbindung zwischen den einzelnen Elementen)
    • Die achsenlose Schnecke – auch als Bandgewinde bekannt – besitzt keine Welle. Das Schüttgut wird durch ein spiralförmiges Band transportiert. 

Es liegt auf der Hand, dass sich die unterschiedlichen Schneckenarten für die Beförderung verschiedener Güter besser oder schlechter eignen. 

  • Antriebseinheit: Üblicherweise kommen gewöhnliche Getriebemotoren zum Einsatz. Abhängig von der Einbausituation sitzt der Antrieb entweder an der Ein- oder an der Auslaufseite.  

Welche Vorteile bringt eine Förderschnecke mit? 

Der Schneckenförderer ist nicht die einzige Option für den Transport von Schüttgut. Pneumatische Saugsysteme sind ebenfalls weit verbreitet. Um die spezifischen Vorteile herauszuarbeiten, ist der direkte Vergleich zwischen diesen beiden Systemen deshalb besonders sinnvoll. Die Förderschnecke überzeugt durch folgende Eigenschaften: 

  • Geringe Kosten 
  • Sehr niedrige Geräuschentwicklung 
  • Auch für kurze/kürzere Distanzen geeignet
  • Staubfreier Förderprozess 
  • Geschlossener Förderprozess 
  • Ausgelegt für einen Dauerbetrieb (24/7) 
  • Robuste Bauweise 

Förderschnecken kaufen: Fazit 

Förderschnecken funktionieren nach einem vor über 2.000 Jahren entdeckten Prinzip – und das tun sie auch heute noch mit beeindruckender Zuverlässigkeit. Im Bereich der Heizungssysteme kommen sie dort zum Einsatz, wo es um die selbstständige Beförderung von stückigem Schüttgut – wie zum Beispiel Pellets oder Hackschnitzel – geht. Im Vergleich mit den für Pellets und Hackschnitzel ebenfalls beliebten Saug-Systeme sind Förderschnecken deutlich günstiger und ruhiger. 

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