FAQ
Wie berechne ich die kW-Zahl für meinen PV-Wechselrichter?
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Kurzformel:
Wechselrichter-Leistung = 0,8 × PV-Leistung (kWp) bis 1,0 × PV-Leistung (kWp)
Gesamtleistung der PV-Module ermitteln (kWp):
Addieren Sie die Nennleistungen aller Ihrer PV-Module (oft steht z. B. 400 Wp pro Modul drauf):
Summe aller Modul-Leistungen (z. B. 10 Module × 400 Wp = 4 kWp).
Wechselrichter-Leistung wählen:
Der Wechselrichter muss nicht exakt die gleiche Leistung wie die PV-Anlage haben. In Deutschland und Europa wählt man oft den Wechselrichter etwas kleiner, wegen Einspeisevergütung, besserer Effizienz und selten erreichter Maximalleistung der Module.
80 % – 100 % der PV-Leistung ist optimal.
Beispiel: Bei 4 kWp → Wechselrichter mit 3,2 – 4,0 kW
Warum kleiner wählen?
- PV-Module liefern selten 100 % (Wetter, Ausrichtung, Temperatur)
- ein kleinerer Wechselrichter arbeitet öfter im optimalen Wirkungsgrad-Bereich
- kostet weniger
- wenn die max. Leistung kurz überschritten wird, „kappt“ der Wechselrichter (Clipping), was wirtschaftlich oft vertretbar ist
Wann größer wählen?
- bei Ost/West-Anlagen → Verteilte Leistungsspitzen → Größerer WR sinnvoll
- bei Eigenverbrauchsmaximierung (z. B. Wärmepumpe, E-Auto) → evtl. größer dimensionieren
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Achtung: Netzbetreiber-Vorgaben checken!
Manchmal gibt es Begrenzungen (z. B. 70 %-Regelung, bestimmte Blindleistungsvorgaben).
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Was ist der Unterschied zwischen einem Batterie-Wechselrichter und einem normalen PV-Wechselrichter?
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Ein normaler PV-Wechselrichter wandelt den von den Solarmodulen erzeugten Gleichstrom direkt in Wechselstrom um. Dieser Wechselstrom wird im Haushalt genutzt oder in das öffentliche Stromnetz eingespeist. Der PV-Wechselrichter ist direkt mit den Solarmodulen verbunden und sorgt dafür, dass der Solarstrom sofort genutzt werden kann.
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Ein Batterie-Wechselrichter hingegen ist für den Anschluss an einen Batteriespeicher zuständig. Er wandelt den Gleichstrom aus der Batterie in Wechselstrom um, damit der gespeicherte Strom im Haushalt genutzt werden kann. Gleichzeitig steuert der Batterie-Wechselrichter das Laden und Entladen der Batterie. Er arbeitet unabhängig vom PV-Wechselrichter und wird in der Regel nachträglich installiert, wenn die bestehende PV-Anlage um einen Stromspeicher erweitert werden soll. Kurz gesagt: Der PV-Wechselrichter wandelt den Solarstrom direkt um, der Batterie-Wechselrichter speichert überschüssigen Strom zwischen und stellt ihn später zur Verfügung. Einige Geräte, sogenannte Hybridwechselrichter, kombinieren beide Funktionen.
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Wie finde ich heraus, wie viel kW mein Batterie-Wechselrichter haben sollte?
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Die benötigte kW-Leistung des Batteriewechselrichters hängt im Wesentlichen von zwei Faktoren ab: dem Stromverbrauch Ihres Haushalts und der Größe Ihrer bestehenden PV-Anlage. Grundsätzlich sollte die Leistung des Batteriewechselrichters so gewählt werden, dass er den erzeugten Solarstrom effizient speichern und bei Bedarf ausreichend Energie für den Haushalt bereitstellen kann.
Als Faustregel gilt: Die Leistung des Batteriewechselrichters sollte sich an der Leistung der Solaranlage orientieren, oft liegt sie bei etwa 50 bis 100 % der PV-Leistung. Wenn Sie beispielsweise eine PV-Anlage mit 6 kWp haben, ist ein Batteriewechselrichter mit 3 bis 6 kW gut geeignet. Wichtig ist auch, wie viel Strom gleichzeitig im Haushalt benötigt wird (z.B. für Großverbraucher wie Wärmepumpen oder Elektroautos).
Letztlich sollte die genaue Dimensionierung am besten von einem Fachinstallateur vorgenommen werden. Er kann den Jahresstromverbrauch, die Größe der PV-Anlage und Ihre individuellen Wünsche berücksichtigen und den passenden Wechselrichter für Sie auswählen.
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Was ist der Unterschied zwischen einem Dreiphasenwechselrichter und einem Mikrowechselrichter?
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Ein Dreiphasenwechselrichter wandelt den von der Photovoltaikanlage erzeugten Gleichstrom (DC) zentral in Wechselstrom (AC) um und speist ihn gleichmäßig auf allen drei Phasen des Stromnetzes ein. Dies ist besonders sinnvoll bei größeren PV-Anlagen oder in Haushalten mit hohem Stromverbrauch, da das Stromnetz so stabiler bleibt und der Eigenverbrauch effizienter verteilt wird. Ein Mikrowechselrichter wird dagegen direkt an ein einzelnes oder wenige Solarmodule angeschlossen und wandelt den Strom dezentral. Das ermöglicht eine sehr flexible Modulüberwachung und ist ideal für kleine Anlagen oder bei starker Verschattung. Allerdings ist diese Lösung oft teurer und weniger effizient bei größeren Systemen.
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Was bedeutet Autarkie?
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Autarkie bezieht sich auf die Fähigkeit eines Systems, unabhängig und selbstversorgend zu sein, ohne auf externe Ressourcen angewiesen zu sein. Im Kontext von Energie kann Autarkie bedeuten, dass ein Haushalt oder Unternehmen seine Energiebedürfnisse vollständig aus eigenen Quellen wie Solaranlagen oder Batteriespeichern decken kann, ohne auf das öffentliche Stromnetz angewiesen zu sein.
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Welche Vorteile bietet ein Hybridwechselrichter im Vergleich zu einem herkömmlichen Wechselrichter?
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Ein Hybridwechselrichter bietet die Möglichkeit, sowohl Solarstrom zu erzeugen als auch Energie aus anderen Quellen wie Batteriespeichern oder Blockheizkraftwerken zu nutzen. Dadurch können Haushalte und Unternehmen ihre Energieeffizienz steigern und unabhängiger vom öffentlichen Stromnetz werden.