FAQ
Wie berechne ich die richtige Leistung in kW?
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Es gibt hierzu eine einfache pauschale Formel. Diese sollten Sie einmal auf die Wasserseitige Leistung und einmal auf die Luftseitige Leistung ausrechnen. Somit wissen Sie was der Einsatz Wasserseitig schaft und was einen Raum (wo er aufgestellt ist) er durch die Konvektion beheitzen kann.
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- 0,08 kW je m² bei einem Neubau mit hohem Dämmungsstandard
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- 0,12 kW je m² bei einem Altbau mit mitllerem Dämmungsstandard
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- 0,15 kW je m² bei einem Altbau mit mäßig oder schlechtem Dämmstandard
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Beispielrechnung von Kaminleistung Wasserseitig in kW auf m²:
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10 kW / 0,08 kW= 125m² bei hohem Dämmungsstandard
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Beispielrechnung von m² auf Kaminleistung Wasserseitig in kW:
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125m² x 0,08 kW= 10 kW bei hohem Dämmungsstandard
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Warum muss ein Holzvergaser überdimensioniert werden?
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Bei einem Haus mit einem Wärmebedarf von beispielsweise 20kW reicht der Einsatz eines Öl-, Gas- oder Pelletheizgerätes mit einer Leistung von ebenfalls 20kW verständlicherweise vollkommen aus.
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Würde man nun ein Holzheizkessel mit 20kW Leistung zum Einsatz bringen, dann müsste dieser wie zu Großmutters Zeiten unentwegt bestückt werden und selbst das würde nicht genügen, da der Kessel auch bei ständigem Betrieb Leistungsschwankungen unterworfen ist.
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Deswegen sollte die Größe des Holzvergasers mindestens um 50% über dem Wärmebedarf des Gebäudes abzudecken und zugleich einen Energieüberschuss zu erzeugen, der im Puffer zwischen gespeichert wird, um dann nach Abbrand des Holzes komfortabel genutzt werden zu können. Dadurch reduziert sich die tägliche Heizaufgabe auf ein Minimum und die Holzheizung bietet Komfort.
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Was ist die Bundesemissionsschutzverordnung Stufe 1 oder 2?
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Die derzeitige 1. BImSchV gilt selbstverständlich auch für Neugeräte. Sie sieht zwei Stufen für die einzuhaltenden Emissionsgrenzwerte vor, wobei die erste Stufe ja bereits seit 2010 giltt. Die zweite Stufe für Scheitholz wird, im Gegensatz zu anderen Brennstoffen wo die Stufe 2 ab dem Jahre 2015 gilt, erst ab dem Jahr 2017 in kraft treten, mit noch niedrigeren Grenzwerten. Bei den Grenzwerten wird auf CO (Kohlenstoffmonooxis) Feinstaub und Wirkungsgrad geachtet. Die CO und Feinstaubwerte müssen gleich oder untertroffen werden.
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Alle Holzkessel oder Holzvergaserkessel die die unten genannten Werte nicht erfüllen können auch nicht mehr zugelassen werden, einzige Abhilfe wäre ein zusätzlicher Feinstaubfilter welcher die Werte verbessert.
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Alle Holzkessel oder Holzvergaserkessel die derzeit zugelassen werden und nur die derzeitige Verordnung erfüllen, haben selbstverstänlich Bestandsschutz und sind von der Regelung 2017 ausgeschlossen.
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Die Emissonstabelle der BImSchV 1 und 2
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| Feuerstättenart | _x000D_
Stufe 1 Errichtung ab dem 22.03.2010
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Stufe 2 Errichtung ab dem 01.01.2017 | _x000D_
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(Bezeichnung ändert sich je nach Stufe) _x000D_
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CO-Gehalt in mg/m³ | _x000D_
Feinstaub in mg/m³ | _x000D_
CO-Gehalt in mg/m³ | _x000D_
Feinstaub in mg/m³ | _x000D_
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Naturbelassenes Brennholz
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1000 | _x000D_
100 | _x000D_
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Holz und Kohlebrennstoffe
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400 | _x000D_
20 | _x000D_
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Brauche ich zwingend einen Pufferspeicher oder kann man den Kessel auch direkt in die Heizung speisen?
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Es ist zwingend erforderlich einen Puffespeicher einzubinden, da ein Kessel nicht einfach so seine Heizkraft abschalten kann. Bei einer Gastherme mit einem Durchlauferhitzer ist das zum beispiel nicht der Fall, hier wird das Gas zugeführt wenn es benötigt wird und die Zufuhr sofort gestoppt, wenn kein Bedarf mehr da ist. Das ist bei einem Kessel, wo bspw. Scheitholz oder Kohle gefeuert wird natürlicht nicht möglich, da das Holz o.ä. nicht einfach aus geht wenn kein Bedarf mehr da ist. Die erzeugte Energie muss also irgendwo hin und da kommt der Pufferspeicher zum Einsatz.
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Wie groß muss der Pufferspeicher sein?_x000D_
Das Pufferspeichervolumen sollte mindestens 50 - 100 Liter pro Wasserseitigem kW betragen
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Beispiel: ein Kamin hat eine Gesamtleistung von 15 kW, davon gibt er sind 5 kW an die Raumluft ab und 10 kW stellt er dem Pufferspeicher zur Verfügung.
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10kW x 50 Liter = 500 Liter mindest Puffervolumen
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Welche Art von Pufferspeicher gibt es?_x000D_
Es gibt viele Varianten:
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Heizungspuffer (nur für die Heizungseinspeisung)
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Brauchwasserpuffer (nur für die Trinkwassererwärmung)
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Tank im Tank Kombispeicher (für Heizung und Trinkwasser) hier ist in einem Pufferspeicher ein zweiter emmailierter Speicher eingebaut und wird durch das umliegende Heizungswasser erwärmt
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Hygiene Kombispeicher (für Heizung und Trinkwasser) hier ist ein Edelstahlwärmetauscher im Speicher verbaut, dieser wird wie im Tank im Tank System vom umliegenden Heizungswasser erwärmt. der Vorteil zum Tank im Tank System ist, das der Edelstahlwärmetauscher nicht so viel Platz weg nimmt wie ein zzl. Tank und somit hat man mehr Speichervolumen für die Heizung. Dies ist also die effektivste Variante bei Heizung und Trinkwassererwärmung.